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Large Language Models (LLMs)

Large Language Models (LLMs) sind sehr große neuronale Sprachmodelle mit Milliarden von Parametern, die typischerweise auf der Transformer-Architektur nach Vaswani et al. (2023)1 basieren und auf umfangreichen Textkorpora vortrainiert werden.2 3 4 Durch die Größe des Modells und die Vielfalt der Trainingsdaten entwickeln LLMs sogenannte emergente Fähigkeiten – neue, zuvor nicht explizit einprogrammierte Kompetenzen, die erst ab einer bestimmten Skalierung auftreten.5

Solche Foundation Models dienen als universelle Grundlage für eine Vielzahl nachgelagerter Aufgaben. Bekannte Beispiele wie GPT-4o3 6 demonstrieren eindrucksvoll das Potenzial solcher Systeme: Sie fungieren als leistungsfähige Allzweck-Sprachassistenten, die komplexe Anweisungen verstehen, mehrstufige logische Schlüsse ziehen und eine Vielzahl an Aufgaben lösen können.4 Die Fähigkeit zur Generalisierung über viele Kontexte hinweg macht LLMs zu zentralen Bausteinen für generelle KI-Anwendungen.4 5

Im Folgenden werden LLMs grundlegend eingeführt und hinsichtlich ihrer zentralen Eigenschaften, Anwendungsfelder und technologischen Ausrichtungen analysiert. Die Klassifikation unterscheidet zwischen Open-Source- und proprietären Sprachmodellen, unter Berücksichtigung zentraler Unterschiede in Transparenz, Lizenzmodellen, Zugriffsmöglichkeiten und infrastrukturellen Anforderungen.

Vergleich von Open-Source- und proprietären LLMs

Mit zunehmender Verbreitung und Spezialisierung von Large Language Models wird eine systematische Einordnung ihrer Eigenschaften und Einsatzpotenziale unerlässlich. Eine Übersicht ausgewählter Modelle verdeutlicht zentrale Unterschiede.

KriteriumBeschreibung
ParameterAnzahl der Modellparameter in Milliarden – als grober Indikator für Kapazität und Komplexität.
MultimodalitätDie Fähigkeit, neben Text auch Bilder, Audio oder andere Eingabeformate zu verarbeiten.
Open-Source-StatusVerfügbarkeit von Gewichten, Architektur und Trainingsdaten.
Fokus & StärkenBeschreiben Anwendungsbereiche und besondere Kompetenzen.

Open-Source-Sprachmodelle

Open-Source-Modelle bieten durch ihre Transparenz und Anpassungsfähigkeit entscheidende Vorteile für Forschung und Entwicklung. Exemplarisch demonstrieren Modelle von Meta, Mistral AI, Alibaba Cloud und DeepSeek, wie selbst kompakte Architekturen gegen deutlich größere Systeme bestehen können.

Proprietäre Sprachmodelle

Proprietäre Modelle zeichnen sich durch geschlossene Architekturen und eingeschränkten Zugang aus, bieten jedoch hohe Skalierbarkeit, Performance und Integration in Produktivsysteme.

Fazit

Large Language Models stellen die Grundlage der modernen KI-Entwicklung dar. Sie ermöglichen sowohl spezialisierte als auch universelle Anwendungen und entwickeln durch Skalierung neue, emergente Fähigkeiten. Ob offen oder proprietär – LLMs prägen maßgeblich die Zukunft der Interaktion zwischen Mensch und Maschine.


  1. Vaswani, A., Shazeer, N., Parmar, N., Uszkoreit, J., Jones, L., Gomez, A. N., Kaiser, L., & Polosukhin, I. (2023). Attention Is All You Need (No. arXiv:1706.03762). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.1706.03762 ↩︎

  2. Yenduri, G., Ramalingam, M., Selvi, G. C., Supriya, Y., Srivastava, G., Maddikunta, P. K. R., Raj, G. D., Jhaveri, R. H., Prabadevi, B., Wang, W., Vasilakos, A. V., & Gadekallu, T. R. (2024). GPT (Generative Pre-Trained Transformer)—A Comprehensive Review on Enabling Technologies, Potential Applications, Emerging Challenges, and Future Directions. IEEE Access, 12, 54608–54649. https://doi.org/10.1109/ACCESS.2024.3389497 ↩︎

  3. OpenAI, Achiam, J., Adler, S., Agarwal, S., Ahmad, L., Akkaya, I., Aleman, F. L., Almeida, D., Altenschmidt, J., Altman, S., Anadkat, S., Avila, R., Babuschkin, I., Balaji, S., Balcom, V., Baltescu, P., Bao, H., Bavarian, M., Belgum, J., … Zoph, B. (2024). GPT-4 Technical Report (No. arXiv:2303.08774). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2303.08774 ↩︎ ↩︎

  4. Minaee, S., Mikolov, T., Nikzad, N., Chenaghlu, M., Socher, R., Amatriain, X., & Gao, J. (2024). Large Language Models: A Survey (No. arXiv:2402.06196). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2402.06196 ↩︎ ↩︎ ↩︎

  5. Bommasani, R., Hudson, D. A., Adeli, E., Altman, R., Arora, S., von Arx, S., Bernstein, M. S., Bohg, J., Bosselut, A., Brunskill, E., Brynjolfsson, E., Buch, S., Card, D., Castellon, R., Chatterji, N., Chen, A., Creel, K., Davis, J. Q., Demszky, D., … Liang, P. (2021). On the Opportunities and Risks of Foundation Models (Version 3). arXiv. https://doi.org/10.48550/ARXIV.2108.07258 ↩︎ ↩︎

  6. Merkel, M., & Dörpinghaus, J. (2025). A case study on the transformative potential of AI in software engineering on LeetCode and ChatGPT (No. arXiv:2501.03639). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2501.03639 ↩︎

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